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Eine unredliche Abschlussprüfung an der Musikhochschule!

Stuttgart, den 08.09.2013

Lieber Leser,

wenn ich während meiner anstrengenden Arbeit mal ein paar Stunden Zeit habe, begebe ich mich gelegentlich in die nahegelegene Musikhochschule, um den Abschlussprüfungen redlicher Studenten beizuwohnen. Dies sind dann immer sehr schöne Ereignisse für mich, erwartet mich dort doch ein Ohrenschmaus erster Güte, wenn Werke von van Beethoven, Bach oder Strauss von den redlichen Prüflingen aufgeführt werden.

Auch vor einigen Tagen wollte ich mir einen angenehmen Nachmittag dort machen - was mich dort erwartete, entsetzte mich jedoch zutief!

Als ich in den dortigen Kammermusiksaal kam, in dem die Prüfungen abgehalten wurden, sah ich vier redliche Studenten, die Posaune, Trompete, Alt- und Tenorsaxophon spielten. Ein fünfter redlicher Student hatte am Flügel Platz genommen. Irritiert wurde ich jedoch von den beiden unredlichen Studenten, von denen einer eine unredliche Stromgitarre in der Hand hatte und der andere hinter einem diabolischen Schlagzeug saß. In diesem Moment begann die Prüfung. Statt jedoch redliche Musik von Mozart, Brahms oder Bruckner zu spielen, begannen die Studenten mit dilettantischer Dschess-Musik!

Nun war das erste Stück noch ganz erträglich. Die Musiker verspielten sich zwar ständig, was zu vielen Disharmonien führte, aber wenigstens war es nicht zu laut. Das änderte sich jedoch im zweiten Stück, in welchem das unredliche Schlagzeug einige Solo-Stellen hatte und die sowieso schon schlechte Musik noch mit unredlichem Krach unterbrach! Immerhin bemerkte auch die Prüfungskommission, dass dies eine Frechheit war und murmelte sich während der viel zu lauten Schlagzeug-Soli etwas wie "unglaublich, wie er das macht..." zu.
Auch das dritte Stück war nicht besser. Zu meinem völligen Unverständnis hatte die Prüfungskommission ein Stück für den Prüfling ausgesucht, das fast ausschließlich aus Schlagzeug-Stellen (mit ein wenig Klavier-Begleitung) bestand. Offenbar war es ausgerechnet der unredliche Krachmacher am Schlagzeug, der geprüft werden sollte. Ich hielt mir beide Ohren zu und strafte den Prüfling mit bösen Blicken!
Etwas besser wurde es dann wieder im vierten Stück - hierbei handelte es sich zwar um dumme und unkeusche Schwing-Musik, aber immerhin legte der Stromgitarrist sein unredliches Instrument weg und griff zu einem redlichen Kontrabass. Dass sich die Musiker erneut ständig verspielten - anders kann ich mir zumindest die Disharmonien nicht erklären - trug jedoch nur wenig zur Besserung meiner Laune bei. Im fünften Stück, in dem der Stromgitarrist wieder sein unredliches Krach-Instrument in die Hand nahm, wurde es wieder ganz schlimm: Der Schlagzeuger drusch so stark und schnell auf sein Instrument ein, dass die Grenze von der Musik zum Krach deutlich überschritten wurde!

Nach dieser halben Stunde freute ich mich, dass dieser Krachmusiker durch seine Prüfung fallen würde - immerhin hörte ich aus der Prüfungskommission Sätze wie "kaum zu glauben". Da ich gleichzeitig aufschnappte, dass der nächste Prüfling ein redlicher Pianist werden würde, blieb ich trotz der bislang unredlichen Musik im Kammermusiksaal sitzen.

Es betrat tatsächlich ein redlicher Pianist die Bühne, der sich an den Flügel setzte und gleich begann, loszuspielen. Doch leider musste ich feststellen, dass sich der Pianist schon wieder schlechte Dschess-Musik ausgesucht hatte! Da bummelstudieren die Leute jahrelang Musik und lernen noch nicht mal, gute klassische, romantische oder Barockmusik von schlechter Dschess-, Schwing- oder blauer Musik zu unterscheiden - es ist unglaublich! Es schien sich jedoch um einen schlechten Bummelstudenten zu halten, denn auch er verspielte sich regelmäßig, was jeder Laie an den der redlichen Harmonielehre widersprechenden Akkorden problemlos feststellen konnte.
Anschließend betraten ein redlicher Saxophonist, sowie zwei Krachmusik-Rabauken, welche unredliche Stromgitarre und ebenso unredliches Schlagzeug spielten, die Bühne. Und dementsprechend ging es mit einem unredlichen Schwing-Stück weiter. Immerhin hielten sich dieses Mal das unredliche Schlagzeug und die Stromgitarre im Hintergrund, so dass ich besser hören konnte, wie der Pianist weiterhin auf seinem Instrument Disharmonien produzierte. Im dritten Stück, das wieder von der Prüfungskommission ausgesucht wurde, dilettierte der Pianist erneut bei Läufen über die gesamte Klaviatur. Unverständlicherweise hatten die Prüfer erneut ein Dschess-Stück ausgesucht, das der Prüfling spielen sollte - dabei hätte man mittels einer redlichen Fuge des Großmeisters J.S. Bach viel besser die Beherrschung des Instruments abprüfen können! Ich kann nur vermuten, dass der Prüfling als schwacher Bummel-Student bekannt war und es ihm die Prüfer in ihrem unredlichen Kuschelpädagogik-Denken daher mittels des unredlichen Dschess-Stückes etwas einfacher machen wollten.
Während der Prüfling beim vierten Stück - einem sehr schnellen Schwing-Stück - erneut dilettierte, ging ich zur Prüfungskommission und fragte sie, ob der Prüfling nicht mal ein schönes romantisches Kunstlied von Johannes Brahms zum Besten geben könnte - ich erklärte mich sogar dazu bereit, es zu seiner Klavierbegleitung zu singen. Leider erklärte mir die Prüfungskommission, die Stücke seien durch den Prüfling bereits festgelegt worden. Ich entgegnete daraufhin, dass man den Prüfling - schon alleine durch seine Musikauswahl, die schlechten Musikgeschmack beweist - doch sicherlich durchfallen lassen würde. Überraschenderweise und für mich völlig unverständlich zeigte sich die unlöbliche Prüfungskommission von den Unfähigkeiten des Prüflings sehr angetan. Als ich laut werden wollte, erklärte man mir, der Prüfling brauche Ruhe im Saal für seine Konzentration, und so schwieg ich, um mir erneut die Unfähigkeit des Prüflings anzusehen: Sechzehn mal die selbe Note in schneller Folge, daraufhin ein paar disharmonische, weil wohl erneut völlig falsch gespielte, Akkorde. Eine Unverschämtheit, dass solche simple Stücke (16 mal die selbe Note in Folge!) überhaupt zur Prüfung zugelassen werden - kein Wunder dass sich der Dilettant ein solch einfaches Stück ausgesucht hat. Zu meiner Studienzeit hätte es so etwas nicht gegeben!
Auch das fünfte Stück - natürlich schon wieder dilettantischer Dschess - gefiel mir überhaupt nicht. Immerhin hatte ich jetzt hinter der Prüfungskommission Platz genommen, was es mir ermöglichte, in die Noten zu sehen. Dabei konnte ich feststellen, dass auch die Dschess-Komponisten absolute Schwachköpfe sind: Auch die Noten wiesen Disharmonien bis zum geht-nicht-mehr auf! Vielleicht war der Prüfling gar nicht so schlecht und spielte die Disharmonien nur genauso nach, dachte ich mir - und deswegen lässt die Prüfungskommission ihn bestehen? Dennoch, wer zu seiner Prüfung einen so schlechten Geschmack bei seiner Musikauswahl beweist, hat einfach kein Musik-Examen verdient! Bereits als mein redlicher Neffe Rhabanus sechs Jahre alt war, konnte er mit seinem Xylophon erheblich bessere Musik machen als dieser Bummelstudent!

Nach dieser Prüfung betrat eine unredliche Sängerin die Bühne. Dass sie unredlich war, konnte man schon auf den ersten Blick erkennen, da ihr Rock oberhalb der Knie endete, ihre Füße in hohen Lederstiefeln steckten und ihre Bluse so weit ausgeschnitten war, dass sogar ihre Brüste ansatzweise zu sehen waren! Begleitet wurde sie von einem Pianisten. Und so hoffte ich nun ein paar wunderschöne Brahms'sche Kunstlieder (z.B. "wenn ich ein hübscher, kleiner Vogel wär"), oder wenigstens löbliche Arien aus Mozart-Opern zu hören zu bekommen.
Natürlich wurde ich erneut zutiefst enttäuscht. Das erste Stück war der Gattung der "von Dilettanten für Dilettanten" geschriebenen "Blauen Musik" zuzurechnen. Wenigstens war kein Krach durch Schlagzeug oder Stromgitarre dabei. Das änderte sich jedoch im zweiten Stück, als ein Schlagzeuger und ein Stromgitarrist die Sängerin bei einem schlechten Dschess-Stück begleiteten. Dabei fiel mir auch auf, dass auch diese unredliche Studentin sowohl eine schlechte Stimme hatte, als auch keinerlei musikalisches Talent erkennen ließ. Neben etlichen komplett disharmonischen Stellen (wobei man diese möglicherweise teilweise auch den dilettantischen Komponisten zuschreiben kann) konnte die Stimme der Sängerin kein einziges Mal mit einem löblichen Vibrato brillieren - stattdessen klang die Stimme eher "kehlig" und überhaupt nicht rein. Da sieht man es mal wieder: Nur schlechte Sänger müssen sich auf Dschess und Blaue Musik verlegen, weil sie in der redlichen Oper mit einer solchen Stimme natürlich keine Anstellung bekommen. Und dieses unredliche Flittchen war ein brillantes Beispiel dafür! Dies zeigte sich auch im dritten, von der Prüfungskommission ausgesuchten Stück. Bei "Nacht und Tag" zeigte die Sängerin, dass sie noch nicht mal in der Lage ist, sich den Text einzuprägen! Dafür sang sie Unsinn wie "scha-dull-ja-di-da-di-dn-dah, dap-bi-du-ba, dull-ja-scha-pa-di-la-di-dn-di-dn-du-du" zusammen! Spätestens hier beugte ich mich erneut zur Prüfungskommission vor und meinte, wer so einen Murks zusammensinge, verdiene kein redliches Musik-Examen! Die Kommission wies dies barsch zurück und forderte mich auf, sie ihre Arbeit machen zu lassen, denn schließlich sei diese Sängerin hochtalentiert! Diese Musik-Professoren haben ja keine Ahnung von redlicher Musik! Hochtalentiert? So ein Quatsch - hochtalentiert im Versagen vielleicht!
Natürlich ging es im vierten Stück genauso weiter: Erneut Blaue Musik (die übrigens nur so heißt, weil die unredlichen Komponisten betrunken, also "blau", sind, wenn sie so einen Murks zusammenkomponieren - und weil man solch schlechte Musik auch nur nach dem Konsum von diabolischem Alkohol ertragen kann), und die Sängerin zeigte sich erneut den Anforderungen nicht gewachsen: Bei etlichen Tönen traf sie daneben, so dass sie diese "hochschleifen" musste, um am Schluss auf dem korrekten Ton zu landen. Selbstverständlich vergaß ich nicht, all diese Fehler so laut zu kommentieren, dass sowohl die Prüfungskommission, als auch das Flittchen mich hören mussten: "Jetzt hat sie schon wieder den Ton nicht getroffen und musste ihn durch Hochschleifen korrigieren!"; "Sie singt da einen diabolischen Tritonus zur Klavier-Begleitstimme - schon wieder versungen, und sie merkt es noch nicht einmal!", "Keine einzige Koloratur im gesamten Stück - die hat sie wohl alle ausgelassen, weil sie die nicht singen kann!". Irgendwann beugte sich der Prüfungsvorsitzende zu mir nach hinten und erklärte mir, er werde mich definitiv des Saales verweisen, wenn ich nicht bald ruhig wäre - so eine Frechheit! Ich erklärte ihm, dass ich bis zum Ende des Stückes ruhig bleiben werde - aber nur unter Protest!
Schließlich gab das Flittchen sein Abschlusswerk zum Besten: Ein Dschess-Stück namens "Schäle mir eine Traube", das an Dilettantismus nicht zu überbieten war. Neben den natürlich erneut untauglichen Leistungen der Sängerin brachte mich hier besonders der unredliche Text des Stückes in Rage: Es handelt sich hierbei um Aufforderungen des Flittchens an ihren redlichen Ehemann, was er alles für sie zu machen hat, u.a. Trauben schälen, Pfirsiche enthäuten, Nüsse knacken und ihr eine Schüssel gesundheitsschädlicher Bonbons bringen. Dabei sind doch dies alles Küchenarbeiten, welche selbstverständlich die Frau für ihren hart arbeitenden Ehemann zu erledigen hat! Bei der Zeile "Bestelle mir einen unredlichen Schottenschnaps" konnte ich nicht mehr an mich halten und brüllte laut in den Saal: "Bringt dieses unredliche Flittchen endlich zum Schweigen! Abgesehen davon, dass es schlampig herumläuft und seit einer halben Stunde hier sein Nicht-Talent zur Schau stellen darf, singt sie auch noch Stücke, deren Text unredlich ist! Schottenschnaps zu trinken ist unredlich, höchst gesundheitsschälich und verursacht außerdem den gefährlichen Gehirnbrand, und Trauben und Pfirsiche schälen oder eine Schale mit gesundheitsschädlichen Bonbons zu servieren ist Küchenarbeit und daher der Frau vorbehalten! Der Frau fehlt es auch noch an Textverständnis - dieses Lied kann nur von Männern gesungen werden, damit der Text halbwegs Sinn ergibt! Was glauben Sie Un-Person eigentlich, wer Sie sind? Sie beleidigen hier seit 25 Minuten meine Augen und Ohren und glauben auch noch, dass die Prüfungskommission Sie durchkommen lässt! Als diplomierter Musik-Experte stelle ich Ihnen hiermit Ihr Prüfungszeugnis aus: Fünf! Durchgefallen! Werden Sie redlich und heiraten Sie - dann müssen Sie auch nicht mehr auf Kosten meiner Steuergelder ein Fach studieren, von dem Sie keine Ahnung haben, Sie Flitt..." Leider wurde ich in diesem Moment von drei Bediensteten der Musikhochschule gepackt, aus dem Saal geschleift und vor den Türen der Hochschule auf der Straße abgesetzt. Dabei riss auch noch mein redlicher Anzug, und meine löbliche Krawatte bekam einen hässlichen Fleck. Ich wollte daraufhin in das Gebäude zurück, um der Prüfungskommission meine Empfehlungen zur Benotung der drei Prüflinge zu geben (dreimal durchgefallen), wurde hieran jedoch gehindert. Daraufhin verließ ich diesen unredlichen Ort mit dem Hinweis, ich werde die Musikhochschule auf die Reparaturkosten meines Anzuges und die Reinigungskosten meiner Krawatte verklagen, und rannte in mein Büro.

Dort benötigte ich drei Tassen Kamillentee, um mich wieder zu beruhigen!

Lieber Leser, kann es sein, dass unredliche Bummelstudenten nach jahrelangem Musikstudium schlechte Schwing- und Dschessmusik in ihrer Prüfung zum Besten geben dürfen? Dass man sie jahrelang auf Kosten unserer Steuergelder studieren lässt, obwohl sie offenbar völlig untalentiert sind, keine Ahnung von Musik haben (ansonsten hätten sie doch nicht dilettantische Dschess- und Blaue Musik in der Prüfung ausgewählt, sondern die hervorragende Musik, die in der Klassik und Romantik geschrieben wurde)? Wieso ist es überhaupt möglich, Krach-Instrumente wie Schlagzeug oder Stromgitarre zu studieren? Und warum werden schlampig zur Prüfung erscheinende Flittchen nicht sofort des Saales verwiesen? Ist es schon so weit an unseren Musikhochschulen gekommen? Sollte dies der Regelfall sein, fordere ich die sofortige Schließung sämtlicher Musikhochschulen, da die Ausbildung von Krachmusikern und untalentierten Musikern nicht mit dem Geld der redlichen Steuerzahler finanziert werden darf!

Sie selbst sind ja sicherlich über den Unterschied zwischen guter Musik, schlechter Musik und Krach aufgeklärt - ansonsten können Sie sich hier im Artikel eines Dipl.-Musikexperten aufklären lassen.


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  Zum Schutz vor Dosenfleisch-Attacken muss das Ergebnis der unten dargestellten Rechenaufgabe in das Eingabefeld eingetragen werden. Außerdem halte ich dadurch dumme Jugendliche und gehirnbrandbefallene Stuttgart-21-Gegner, die zu blöd für den Grundschulstoff sind, davon ab, mir Hetztiraden zu schicken, die ich selbstverständlich sowieso sofort bei der redlichen Polizei zur Anzeige bringe.
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Zum Artikel vom 06.12.13: Ein redlich verfasster Brief eines unredlichen Menschen
Zur Unterscheidung zwischen guter Musik, schlechter Musik und Krach
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